BLANKENHEIM. Die Möglichkeit zum Erwerb der Jugendflamme der Stufe 1 und 2 hatten die Mitglieder der Jugendfeuerwehren der Gemeinde Blankenheim im Verlauf einer Fahrradrallye durch das Gemeindegebiet am 10. September 2011. Bei der Jugendflamme handelt es sich um ein bundeseinheitliches Leistungsabzeichen für Jugendfeuerwehrmitglieder. Um diese Auszeichnung zu erhalten, müssen neben theoretischen und praktischen Feuerwehrprüfungen auch Aufgaben aus sozialen, sportlichen und spielerischen Bereichen bewältigt werden.

Schon früh morgens begann der Tag für insgesamt 38 Jugendliche und 14 Betreuer mit einem reichhaltigen Frühstück am Feuerwehrgerätehaus Blankenheimerdorf. Auch standen hier schon die ersten Prüfungsstationen der Jugendflamme auf dem Programm: Knoten und Stiche waren ebenso gefragt, wie Kenntnisse der lebensrettenden Sofortmaßnahmen. Gestärkt und durch die hervorragenden Wetteraussichten bestens motiviert, starteten die Jugendfeuerwehrleute dann gruppenweise mit den Rädern in Richtung Mülheim. Am dortigen Feuerwehrgerätehaus warteten dann die Prüfungsthemen „Setzen eines Standrohres“ und „Kenntnisse über Strahlrohre“ auf die Teilnehmer. Wie auch an allen folgenden Stationen konnten sich hier alle mit frischen Getränken versorgen.
Der weitere Weg, der in wochenlanger Vorbereitung durch den Freilinger Jugendwart Achim Plützer ausgearbeitet und mittels Übersichtskarten an die Fahrradfahrer ausgehändigt wurde, führte dann nach Reetz, wo das Wissen über C-Rollschläuche gefragt war. Weiter führte die Tour über das Viadukt des Ahrtalradwegs und das Schafbachtal nach Ripsdorf. Hier hatten die Organisatoren um Gemeindejugendwehrwart Wolfgang Schnichels für ein kräftiges Mittagessen gesorgt. Neben einer ausgiebigen Mittagspause waren aber auch hier wieder Prüfungen der Jugendflamme vorgesehen. Fahrzeug- und Gerätekunde sowie das Erklären von Sanitätsgerätschaften und Verteilern forderten hier die ganze Konzentration der Prüfungsteilnehmer.
Nach diesem längeren Aufenthalt fuhren die Gruppen, ab jetzt auch durch den Blankenheimer Wehrführer Willi Heck begleitet, durch das Lampertstal nach Dollendorf. Dort angekommen musste ein imaginärer Notruf abgesetzt werden und es wurden die Kenntnisse über B-Rollschläuche und den Umgang mit diesen abgefragt. Bei mittlerweile strahlendem Sonnenschein und Temperaturen jenseits von 25°C machten sich erste Anzeichen von Müdigkeit breit.
Aber nicht zuletzt durch das Wissen motiviert, dass es sich um die letzte Etappe handelte, machten sich die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr weiter auf den Weg zum Feuerwehrgerätehaus Freilingen. Hier mussten dann noch die letzten Prüfungen „Aufbau eines Wasserwerfers“, „Absicherung eines Fahrzeugs“ und „Aufsuchen eines Unterflurhydranten“ bewältigt werden.

Für die Anwärter auf eine Jugendflamme begann nun eine Zeit des Wartens, während sich der Gemeindejugendfeuerwehrwart unterstützt durch Jürgen Züll, den FBL Wettbewerbe der Kreisjugendfeuerwehr zur Auswertung aller Prüfungsergebnisse zurückzog. Doch schon eine knappe halbe Stunde später konnten sich alle Anwesenden in der Fahrzeughalle versammeln. Als weitere Gäste waren mittlerweile die stellvertretende Blankenheimer Bürgermeisterin Simone Böhm und Kreisjugendfeuerwehrwart Volker Brandhoff erschienen.
Als Einleitung richtete Wehrführer Willi Heck einige Grußworte an die Anwesenden und bedankte sich für die zahlreiche Teilnahme und die disziplinierte, sichere und unfallfreie Fahrt aller. Einen besonderen Dank richtete er an alle Jugendwarte und Helfer, ohne die diese Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Im Anschluss richteten auch noch Simone Böhm und Volker Brandhoff kurze Grußworte an die Jugendlichen und ihre Betreuer, bevor Wolfgang Schnichels dann zum Höhepunkt des Tages, der Verleihung der Jugendflammen überging. Er freute sich mitteilen zu können, dass alle Anwärter auch in Ihren Prüfungen erfolgreich waren, so dass er unterstützt von den Gästen insgesamt 22 Jugendflammen der Stufe 1 und 11 Jugendflammen der Stufe 2 verleihen konnte.
Ausgezeichnet mit der Jugendflamme Stufe 1 wurden: Dennis Huppertz, Jan Phillip Kirwel, Yannick Körfer, Matthias Oligschläger, Vincent Schröder (alle Dollendorf), Niklas Biesen, Marcel Böttger, Robin Büsdorf, Phillip Giefer, Sven Kolvenbach, Lukas Riethmeister, Tim Wassong (alle Freilingen), Fabian Frohn, Jonas Nikolay (beide Reetz), Manuel Dahmen, Johann Thelen (beide Ripsdorf), Jochen Bertram, Volker Bertram, Andre Kurth, Marius Reuter, Daniel Zalfen und Tobias Zimmermann (alle Rohr). Die Jugendflamme der Stufe 2 ging an: Jan Lukas Bresgen, Timon Klein, Robin Klein, Maximilian Schröder, Domenic Wirtz (alle Dollendorf), Matthias Brenner, Ammon Brenner, Maximilian Esser, Daniel Mies (alle Reetz), Christoph Meuser, Andreas Nellessen (beide Ripsdorf).




